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Netzneutralität

Immer mal wieder ist das Thema der Netzneutralität in den Medien höchst präsent, doch worum genau geht es? Die Netzneutralität beschreibt die Gleichbehandlung aller Daten bei einer Übertragung im Internet und sichert somit den diskriminierungsfreien Zugang von Internetdiensten. Sie ist Gegnern von Regulierungen, großen Anbietern von Diensten und Internetanbietern ein Dorn im Auge und würde von diesen eingeschränkt oder am liebsten ganz abgeschafft werden.

Durch die Abschaffung der Netzneutralität entsteht die Möglichkeit der Schaffung einer “bezahlpflichtigen Überholspur” für ausgewählte Dienste. Das hört sich im ersten Moment nicht wirklich gravierend an, ist man ähnliches doch schon von Mobilfunkanbietern gewohnt. Doch schaut man genauer hin, sind die Auswirkungen enorm. Die Folgen dieser Überholspur wären ein Zwei- oder Mehrklassennetz; je nach Vertrag mit dem Provider sieht jeder Nutzer ein anderes Internet.

Provider und Carrier können bei der Abschaffung der Netzneutralität gleich zweimal kassieren. Wenn der Endkunde bestimmte Dienste, z.B. Videos von Youtube, verstärkt konsumiert, kann das berücksichtigt und für etwaige hohe grafische Qualität dieser extra Gebühren verlangt werden. Noch gefährlicher ist das für Unternehmen. Kapitalkräftige Unternehmen bezahlen Geld an Telekom und Co., damit ihre Inhalte störungsfrei und schnell beim Kunden ankommen. Das behindert aber insofern den Wettbewerb, dass große Unternehmen sich auf ihren Geldpolstern ausruhen können, aber kleine, technologiegetriebene und disruptive Unternehmen oder Start-Ups, die nur über ein begrenztes Budget verfügen, an dieser infrastrukturellen Einstiegshürde scheitern würden. Die etablierten Unternehmen würden die Gebühren hoch halten, damit sie neue Konkurrenz nicht fürchten müssen, denn der Kunde würde nie von neuen Diensten erfahren.

Die Verordnungen zum Schutz der Netzneutralität zu kontrollieren, ist nicht leicht und die Lobbyisten der Provider sind an den entscheidenden Gremien stets aktiv. So werden z.B. in Deutschland die gebrochenen Bandbreitenversprechen der Internetanbieter nur in bestimmten Fällen geahndet, es bestehen Ausnahmen wie das Zero-Rating und in den USA ist die Federal Communications Commission (FCC), unter der Leitung von Ajit Pai, dabei, die Netzneutralität gleich ganz abzuschaffen.

Um dieses Vorhaben zu der “Liste mit Dingen die Donald Trump nicht geschafft hat” hinzuzufügen, hat der HBO Moderator und Satiriker John Oliver in einem Video die Wichtigkeit der Netzneutralität wunderbar zusammengefasst. Er liefert zum Ende sogar noch Hilfestellung das Vorhaben zu stoppen. Auf der Seite des FCC können Bürger, sicherlich nicht ganz unabsichtlich versteckt, Kommentare hinterlassen. Mit dem Link (Achtung Wortspiel) gofccyourself.com gelangt der Nutzer direkt auf die passenden FCC-Seite. Der Aufruf zeigte auch sofort Wirkung und so kamen, neben ein paar DDoS-Angriffen auf die Homepage, mehr als 178.000 Kommentare zustande.

Deshalb ist für unsere Kunden und uns die Netzneutralität so wichtig. Eine Welt, in der die Verbraucherwahl und der Wettbewerb allein dadurch eingeschränkt ist, dass ein Anbieter über mehr Geld verfügt als die anderen, finden wir nicht fair. Somit gilt es jegliche, Einschränkungen der Netzneutralität zu verhindern, damit Sie und Ihre Kunden die gesamte und umfassende Leistung von pcvisit 15.0 nutzen können.

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